Wenn die Hexen wieder tanzen
Wenn die Hexen wieder tanzen
Wenn die Hexen wieder tanzen
Wenn die Hexen wieder tanzen
Wenn die Hexen wieder tanzen

Wenn Hexennasen zurechtgerückt werden, der Zauberhut den Kopf erreicht, der Besen zwischen den Beinen klemmt und das lange Gewandt zum Einsatz kommt – dann kann es nicht mehr lange sein, bis sich schaurige Hexen um Flammen vereinen.

Ihr habt es bestimmt schon erraten, das „höllische“ Vergnügen der Walpurgisnacht steht morgen vor der Tür.

Im süddeutschen Raum eher als „Tanz in den Mai“ bekannt und bei Jugendlichen als Freifahrtschein für allerlei Schabernack in der Freinacht, feiern die Einwohner des Harzes das traditionelle Walpurgisfest bereits seit über 1.000 Jahren.

Verhext, verzaubert und geheimnisvoll

Verschiedene Sagen und Mythen reihen sich um das ursprünglich heidnische Fest: Einst feierte man mit diversen Opfergaben die Freude über das Ende des Winters und den beginnenden Frühling. Dabei sollten böse Geister mit einem hochlodernden Feuer, gruseligen Masken und kreativen Verkleidungen vertrieben werden.

Schenkt man einer weiteren Sage Glauben, dann erhielten die Hexen in der Walpurgisnacht die Fähigkeit zur Zauberei. Dabei sollen sie sich auf dem Hexentanzplatz bei Thale im Harz versammelt haben und von dort aus mit Besen, Mistgabeln und anderen „Fluggeräten“ zum Blocksberg (Brocken) gestartet sein. Dort begann das eigentliche Hexenfest mit einem Tanz um das Feuer und der Vermählung mit dem Teufel.

Daraufhin zeichnet dieser die Hexen mit dem sogenannten Hexenmal, das ihnen die Fähigkeit zur Zauberei verlieh. Selbst Goethe greift das rauschende Bild der Walpurgisnacht in seinem legendären Werk „Faust“ auf. Dabei machen sich Faust und Mephisto in der Walpurgisnacht auf den Weg zum Brocken im Harz.

Zu Ehren der heiligen Walburga

Ihren Namen trägt die Walpurgisnacht zu Ehren der heiligen Walburga, einer gelehrten Frau und Äbtissin eines Nonnenklosters. Ein Zusammenhang von Walburga mit Hexen und dem Teufel wurde allerdings erst nach ihrer Heiligsprechung an einem 1. Mai hergestellt, denn durch zahlreiche Wundertaten ihrerseits gilt sie heute als Schutzpatronin gegen böse Geister.

Egal welcher Sage man Glauben schenken möchte, eines ist garantiert: In der Walpurgisnacht steht ein rauschendes Fest auf dem Programm. Es wird gelacht, getanzt und gefeiert bis in die Morgenstunden hinein.

Und am besten lassen sich Hexentanz und Teufelstreiben mit einem Kurzurlaub im Harz verbinden.